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Startseite > Sterbehilfe

Unter '''Sterbehilfe''' wird sowohl die '', 102. Jg., Nr. 5/2005: A-312/B-260/C-244. Abgerufen am 1. März 2020.</ref>

Die Wörter ''Sterbehilfe'' und ''.

Arten der Sterbehilfe

Man unterscheidet zumeist die drei Formen aktive, indirekte (aktive) und passive Sterbehilfe.

Aktive Sterbehilfe

''Aktive Sterbehilfe'' ist die gezielte Herbeiführung des Todes durch Handeln auf Grund eines tatsächlichen oder mutmaßlichen Wunsches einer Person (Österreich: ''unechte direkte Sterbehilfe''; Schweiz: ''direkte aktive Sterbehilfe''; Niederlande: ''Euthanasie''; Belgien: ''euthanasie active'').
Aktive Sterbehilfe erfolgt zum Beispiel durch Verabreichung einer eines Schmerz- oder Beruhigungsmittels, Narkosemittels, Muskelrelaxans, von Insulin, durch Kaliuminjektion oder einer Kombination davon.
Die aktive Sterbehilfe ist verboten:
  • in Deutschland: ( des Strafgesetzbuches),
  • in Österreich: ( des Strafgesetzbuches),
  • in der Schweiz: ( des Strafgesetzbuches).

In den Niederlanden ist aktive Sterbehilfe strafbar (Art. 293 des Strafgesetzbuches), wenn sie vorsätzlich und nicht von einem Arzt unter Einhaltung der gesetzlichen Sorgfaltskriterien (Art. 2 des Sterbehilfegesetzes), einschließlich der erforderlichen Meldung an den Leichenbeschauer der Gemeinde mit Bericht über die Einhaltung der Sorgfaltskriterien (Art. 7 Abs. 2 des ''Wet op de lijkbezorging''), geleistet wurde.

Tötung auf Verlangen

Wird die Tötung auf Wunsch des Sterbewilligen durchgeführt, so handelt es sich um eine Tötung auf Verlangen. Diese war bis Ende 2020 weltweit in wenigen Staaten wie den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Kanada straffrei.

Im Januar 2021 hatte sich das portugiesische Parlament für die Einführung der aktiven Sterbehilfe ausgesprochen. Das Verfassungsgericht lehnte allerdings am 15. März 2021 das Gesetz in der vorliegenden Fassung ab und verlangte eine präzisere Festlegung der Bedingungen, unter denen aktive Sterbehilfe möglich sei.

Bekannte Fälle von Tötung auf Verlangen
  • .
  • Emily Gilbert: Die 73-jährige Amerikanerin aus Fort Lauderdale (Florida) bat ihren Ehemann Roswell Gilbert im März 1985 wegen eines unheilbaren Knochenleidens um aktive Sterbehilfe. Ihr Mann gab ihr zunächst Schmerztabletten und erschoss sie anschließend mit einer Pistole. Der 76-jährige Roswell Gilbert wurde von einem Gericht zu 25 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Das Strafmaß wurde im August 1990 durch den damaligen Gouverneur Bob Martinez vermindert und Gilbert daraufhin freigelassen. Er starb im September 1994.
  • , wodurch er bewusstlos wurde und nicht mehr erweckbar war. Zwei Tage später wurden die lebenserhaltenden Maschinen von den Ärzten abgeschaltet. Sein Fall führte in Frankreich zu einer Änderung der Gesetzeslage.
  • Piergiorgio Welby (* 26. Dezember 1945 in Rom; ? 20. Dezember 2006 ebenda) war ein Italiener, der seit seinem 18. Lebensjahr an einer Muskeldystrophie litt. Er bat im Jahr 2006 um aktive Sterbehilfe. Diese wurde von dem Anästhesisten Mario Riccio am 20. Dezember 2006 vollzogen, nachdem ein Gericht es abgelehnt hatte, den Fall zu behandeln. Der später erhobene Mordvorwurf gegen Mario Riccio wurde von einem Gericht in Rom abgewiesen.
  • Die Wochenzeitung '': In: ''Die Zeit.'' Nr. 43, 20. Oktober 2011. Vgl. dazu www.reporter-forum.de PDF.</ref>

Tötung ohne Willensäußerung des Betroffenen

Ist der der Person nicht zu ermitteln, kann eine oder der früher geäußerte Wille hierfür Anhaltspunkte geben. Eine Tötung ohne Vorliegen einer Willensäußerung des Betroffenen wird allgemein nicht als aktive Sterbehilfe, sondern als Totschlag oder Mord aufgefasst.

Indirekte Sterbehilfe ? Lebensqualitätsverbesserung unter Inkaufnahme der Lebensverkürzung

Österreich: ''unechte indirekte Sterbehilfe''; Schweiz: ''indirekte aktive Sterbehilfe''; Belgien: ''euthanasie indirecte''; Niederlande: ''double effect''

Die sogenannte ''Indirekte Sterbehilfe'' ist ein Spezialfall, der vor allem als theoretischer ethischer Grenzfall interessant ist, in der Praxis aber, obwohl insbesondere in Bezug auf eine symptomlindernde Gabe von Opium seit dem 17. Jahrhundert

Schwer kranken Patienten, die im Endstadium ihrer Erkrankung unter quälenden Symptomen wie zum Beispiel Atemnot, Ängsten oder Schmerzen leiden, kann mit bestimmten Betäubungs- und Beruhigungsmitteln gezielt geholfen werden. Es kann dabei eine durch die symptomlindernden Medikamente verursachte beim Patienten eintreten. Diese Sedierung kann bis zum Todeseintritt anhalten, wenn die Medikamentengabe in gleicher oder höherer Dosierung fortgeführt wird. Wurde diese Maßnahme vom Patienten gewünscht, wird von palliativer oder terminaler Sedierung gesprochen.

Durch eine versehentliche Überdosierung kann dabei der Tod früher eintreten. Dieser seltene Fall einer ?indirekten Sterbehilfe? ist in der Strafrechtswissenschaft in Deutschland diskutiert worden. Im Ergebnis ist eine Mehrheit der Meinung, dass der Arzt hier straffrei bleiben muss. Eine Mindermeinung will die Tötungsrelevanz eines auf Schmerzmilderung zielenden Verhaltens bereits im Tatbestand verneinen. Die überwiegende Ansicht sieht den Arzt gerechtfertigt durch eine Mischung von Notstand und rechtfertigender Pflichtenkollision. Dadurch wird ausgeschlossen, dass der Arzt sich außerhalb der notwendigen Sorgfalt und damit des erlaubten Risikos bewegt. Nach Ansicht des höchsten deutschen Strafgerichts kann sogar die Nichtverabreichung notwendiger Schmerzmittel mit der Begründung, keinen vorzeitigen Tod herbeiführen zu wollen, als Körperverletzung ( Strafgesetzbuch) bestraft werden (vgl. Palliativmedizin).

Passive Sterbehilfe

Als ''passive Sterbehilfe'' (Belgien: ''euthanasie passive'') wird das Zulassen eines begonnenen Sterbeprozesses durch Verzicht, Abbrechen oder Reduzieren