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Das Wort '''Sterbehilfe''' bezeichnet Begriffe mit der Bedeutung von Hilfe ''im'' oder ''zum'' Sterben.

Je nach Zusammenhang kann damit Hilfe gemeint sein, die man als Sterbebegleitung bezeichnen kann.
Das Beenden einer lebenserhaltenden Therapie, wenn keine Aussicht auf Heilung einer tödlichen Krankheit mehr besteht, kann ebenso darunter verstanden werden wie der assistierte Suizid oder eine .
Als Sterbehilfe werden vielfach nicht nur Handlungen bezeichnet, die an unheilbar Kranken im Endstadium wie beispielsweise Krebspatienten vorgenommen werden, sondern auch solche an Schwerbehinderten, Menschen im Wachkoma, Patienten mit Alzheimer-Krankheit oder Locked-in-Syndrom, bei denen der Tod möglicherweise noch lange nicht eintritt. Sterbehilfe ist schließlich auch bei einem Menschen denkbar, der durch eine enttäuschte Liebe oder andere für ihn subjektiv gravierende Lebensumstände suizidal ist.
Die ethische und rechtliche Bewertung ist in den aufgezählten Situationen unterschiedlich, weswegen auch andere Bezeichnungen zur Differenzierung benutzt werden.

Die Wörter ''Sterbehilfe'' und '''Euthanasie''' (vorliegend, ?wenn ein Arzt eine tödliche Substanz verabreicht oder eine Intervention durchführt, um den Tod eines entscheidungsfähigen Patienten zu verursachen?

Arten der Sterbehilfe

Man unterscheidet zumeist die drei Formen aktive, indirekte (aktive) und passive Sterbehilfe.

Aktive Sterbehilfe

''Aktive Sterbehilfe'' ist die gezielte Herbeiführung des Todes durch Handeln auf Grund eines tatsächlichen oder mutmaßlichen Wunsches einer Person (Österreich: ''unechte direkte Sterbehilfe''; Schweiz: ''direkte aktive Sterbehilfe''; Niederlande: ''Euthanasie''; Belgien: ''euthanasie active'').
Aktive Sterbehilfe erfolgt zum Beispiel durch Verabreichung einer eines Schmerz- oder Beruhigungsmittels, Narkosemittels, Muskelrelaxans, von Insulin, durch Kaliuminjektion oder einer Kombination davon.
Die aktive Sterbehilfe ist verboten:
  • in Deutschland: ( des Strafgesetzbuches),
  • in Österreich: ( des Strafgesetzbuches),
  • in der Schweiz: ( des Strafgesetzbuches).

In den Niederlanden ist aktive Sterbehilfe nur strafbar (Art. 293 des Strafgesetzbuches), wenn sie vorsätzlich und nicht von einem Arzt unter Einhaltung der gesetzlichen Sorgfaltskriterien (Art. 2 des Sterbehilfegesetzes), einschließlich der erforderlichen Meldung an den Leichenbeschauer der Gemeinde mit Bericht über die Einhaltung der Sorgfaltskriterien (Art. 7 Abs. 2 des ''Wet op de lijkbezorging''), geleistet wurde.

Tötung auf Verlangen

Wird die Tötung auf Wunsch des Sterbewilligen durchgeführt, so handelt es sich um eine Tötung auf Verlangen. Diese ist weltweit nur in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg

  • : ''Todesursachenstatistik 2009. Sterbehilfe (assistierter Suizid) und Suizid in der Schweiz'' (PDF; 571 kB). In: ''BFS Aktuell'', Nr. 3/2012.
  • '', 108. Jg., Nr. 7, 18. Februar 2011, S. A 346?A 348.
  • Deutsche Stiftung Patientenschutz (ehemals Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung): PDF; 1,12 MB, Oktober 2005.
  • Klaus Feldmann: (Langfassung, PDF; 2,9 MB) Hannover/Wien 2015. ()
  • Lebensschutz in Rheinland-Pfalz: ''Sterbehilfe ? Rechtslage in Deutschland'' (Stand 11/2014) und ''Regelungen zur Sterbehilfe in Europa'' (Stand 10/2015)
  • Katharina Schuler: ''Der Sterbehilfe-Streit ist eine Geisterdebatte''. In: ''Zeit Online'', 9. August 2012.
  • Ludger Fittkau, Petra Gehring: ''Zur Geschichte der Sterbehilfe.'' In: ''Aus Politik und Zeitgeschichte'', Band 4 (''Tod und Sterben''), 2008 (Online-Version, abgerufen am 23. November 2016).
  • Spiegel-Online vom 24. Oktober 2013
  • Deutschlandfunk Kultur: ''Sterben nach Plan ? Protokoll einer letzten Reise'', Das Feature, 8. Januar 2019
  • Thomas Hillenkamp: (''Akademische Mittagspause'', 14. Juni 2019).

Einzelnachweise